Seit 2002 ist der Volkswagen Konzern aktiver Teilnehmer des United Nations Global Compact mit GC Advanced Level. Mit dem Ziel, eine verantwortungsvolle Staatsführung in mineralproduzierenden Ländern durch die Offenlegung von Informationen über Zahlungsströme zu fördern, hat Volkswagen die Initiative für Transparenz in der Mineralindustrie (EITI) unterzeichnet. Darüber hinaus ist Volkswagen Mitglied von CSR Europe, dem European Business Network for Corporate Social Responsibility. Innerhalb von CSR Europe ist Volkswagen einer der Projektleiter für Business & Human Rights. Das Projekt konzentriert sich auf praktische Leitlinien, wie die Menschenrechte in allen Abteilungen verankert werden können und wie Unternehmen interne und externe Menschenrechtsbeschwerden wirksam angehen können. Auf lokaler Ebene ist der Volkswagen Konzern beispielsweise Mitglied des Forums für Nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft (econsense). econsense beschäftigt sich auch mit dem Thema Wirtschaft und Menschenrechte und diskutiert praktische Fragen zur Verantwortung, Managementansätze zu respektieren und gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen zu entwickeln. Die erste wichtige Änderung auf Werksebene war die Einführung einer Reihe unterschiedlicher Arten von Arbeitszeitverkürzungsmustern. Diese basierten auf zwei Grundmustern (eine Vier-Tage-Woche und eine Fünf-Tage-Woche) und wurden entwickelt, um sich an die relevanten Bedingungen und Strukturen von Arbeitsplatz und Abteilung anzupassen. In vielerlei Hinsicht war dies eine erfolgreiche Politik, aber in einigen Bereichen traten unvorhergesehene Probleme auf. Mit der Zeit hat der VW-Tarifvertrag jedoch die Arbeitszeit flexibler gestaltet und es dem Unternehmen ermöglicht, mit wirtschaftlichen Schwankungen in der Automobilindustrie fertig zu werden. Tarifverhandlungen sind eine gängige Praxis von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in den USA.

Die NLRB beschreibt Tarifverhandlungen als Versuch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern, “in gutem Glauben über Löhne, Stunden, Urlaubszeiten, Versicherungen, Sicherheitspraktiken und andere Themen zu verhandeln”. Es ist allgemein anerkannt, dass kürzere Arbeitszeiten zu Produktivitätssteigerungen führen, aber dies zu messen, ist sehr schwierig. Es ist nicht einfach, die Auswirkungen von Gegenständen wie Veränderungen in der Arbeitsorganisation, Anwendung der Technologie, Produktqualität zu isolieren. Dieses grundlegende methodische Problem gilt für jede Bewertung des neuen VW-Modells. Ungeachtet der methodischen Probleme zeigen die Erfahrungen, dass kollektiv vereinbarte verkürzte Arbeitszeiten sowie die Umstellung von Vollzeit- auf Teilzeitarbeitsplätze in der Regel mit Produktivitätssteigerungen in der Arbeitszeit verbunden sind. Diese Zuwächse erklären sich vor allem durch die Zunahme der Arbeitsintensität infolge der verringerten Ermüdung der Arbeitnehmer. Das Ausmaß der Arbeitszeiten nimmt mit Arbeitszeitverkürzungen ab. Schließlich kommen weitere Produktivitätszuwächse zustande, wenn Arbeitszeitverkürzungen mit flexibleren Arbeitszeitplänen kombiniert werden. Dies ermöglicht eine Verkürzung der Leerlaufzeit und eine Erhöhung der Arbeitsintensität. Diese Ergebnisse waren auch bei den Arbeitszeitkürzungen bei VW zu beobachten.

Vertreter sowohl der Unternehmensleitung als auch der Arbeitnehmer bestritten, daß die Produktivitätszuwächse auf die Substitution von Kapital durch Arbeit zurückzuführen seien. Während die proportionale Lohnzahlung in Verbindung mit Arbeitszeitkürzungen die Arbeitspreise leicht erhöhte, scheint die größere Flexibilität der Arbeitszeitpläne diese Auswirkungen weitgehend ausgeglichen zu haben. 2017 ging ein Streik bei Volkswagen (VW) mit 8.500 Beschäftigten weiter, nachdem die Lohnverhandlungen gescheitert waren. Die Gewerkschaft Volkswagen (MOV) hatte eine Lohnerhöhung von 16 Prozent gefordert. Der Streik führte zu einem dramatischen Produktionsrückgang und endete mit der Unterzeichnung eines Tarifvertrags. Die Lohntarife stiegen innerhalb von drei Jahren, die Beschäftigten erhielten einen Pauschalbetrag von 500 Euro und einen zusätzlichen bezahlten Urlaubstag in den Jahren 2018 bis 2019. Der Streik war der bisher bedeutendste Streik in einem privaten Unternehmen. Ihre Ergebnisse könnten auch im Kontext des nationalen Arbeitsmarktes eine wichtige Rolle spielen (Cziria, Bednérik 2017).